Der schnellste Sport der Welt
Sportmuseum @ Swiss Open
In keinem anderen Ballsport werden ähnlich schnelle Geschwindigkeiten gemessen wie im Badminton. Der Rekord liegt bei 421 km/h. Die Installation Speed des Sportmuseum Schweiz am Wilson Badminton Swiss Open vom 16. bis 21. März 2010 zeigt die Höchstgeschwindigkeiten verschiedenener Ballsportarten und präsentiert die dazugehörenden Bälle. Historische Objekte aus der Sammlung des Sportmuseums veranschaulichen, wie sich Federball vom adeligen Freizeitspiel zum modernen Badmintonsport entwickelt hat.
Eine kleine Ausstellung zeigt die besten Federballschläger aus der Sammlung des Sportmuseums, die ältesten davon sind weit über 100 Jahre alt. Schläger aus Ländern wie England, Pakistan, Holland, Japan und Taiwan bieten Gelegenheit, die technischen Veränderungen und Entwicklungen in der Geschichte des Badmintonsportes zu beobachten. Einzelne davon aus den frühesten Jahren sind beispielsweise mit Tierhaut bespannt.
Badminton war in den Anfängen ein Freizeitspiel des Adels. Das wird deutlich, wenn man die grossformatigen Radierungen, Kupferstiche und weiteren Bilder des Sportmuseums studiert. Darunter hat es auch politische Karrikaturen, die dem Ball auch mal das Gesicht eines Politikers verleihen. Badminton entsteht in Europa aus dem Freizeitspiel „Battledore and Shuttlecock“ in England und dem Jeu de volant in Frankreich. Mitte des 19. Jahrhunderts wird es von Angehörigen des britischen Militärs in Indien weiterentwickelt und erlangt schliesslich auf dem Landsitz des englischen Grafen Duke of Beaufort in der Grafschaft Gloucestershire, das den Namen Badminton trägt, seine heutige Grundform.
Mit seinen Objekten aus der Sammlung zeichnet das Sportmuseum Schweiz diese Entwicklung nach und macht sie erlebbar. Die Jubiläumsausstellung zum 20. Geburtstag des Turniers wird im Rahmen des Wilson Badminton Swiss Open vom 16. bis 21. März in der St. Jakobshalle in Basel gezeigt.
Bild: Der Kupferstich aus dem 18. Jahrhundert zeigt ein adliges Paar beim Federballspiel. Beim Federball verfolgt man das Ziel, sich so oft wie möglich den Federball zuzuspielen, ohne dass dieser auf den Boden fällt. 1830 soll es zwischen Mitgliedern der englischen Adelsfamilie Somerset zu einem Ballwechsel mit 2117 Schlägen ohne Bodenberührung gekommen sein.
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