Schweiz – total
Die Eidgenössischen Turnfeste von 1832 bis 2002
Lange Zeit wurde mit der Geschichte der Eidgenössischen Turnfeste stiefmütterlich umgegangen. Die historische Forschung behandelte sie mit einer gewissen Geringschätzung. Der Festtaumel und die oftmals hervorbrechende Emotionalität der Turnerszene wirkten irritierend. Und das vaterländische Pathos, mit welchem die Festtradition in Verbindung steht, wurde als verdächtig und verstaubt wahrgenommen.
Seit den neunziger Jahren hat diese scheuklappenartige Betrachtungsweise ausgedient. Eine fundierte Nationalfondsstudie zu den Eidgenössischen Verbandsfesten wurde 1993 veröffentlicht, und man begann, sich für das kulturhistorische Phänomen zu interessieren.
Das Sportmuseum nahm 2002 diesen Faden auf und zeigte im zeitlichen Umfeld des Eidgenössischen Turnfestes in Liestal eine Ausstellung, die sich anschliessend auf Wanderschaft begab. Die Stationen waren Weinfelden, Solothurn, Wangen a. A., Biel, Schaffhausen, Böckten und Basel.
Im Rahmen der Jubiläumsaktivitäten 175 Jahre Schweizerischer Turnverband (STV) kamen 2007 noch Präsentationen am Turnfest in Frauenfeld sowie in Aarau und Dornbirn hinzu.
www.stv-fsg.ch
